Das «Sharknado»-Finale ist grosses Kino

Eine Ära geht zu Ende: Der letzte «Sharknado»-Film ist noch absurder und doofer und dadurch auch besser als die Vorgänger.

Ein flotter Dreier, der Bundesrat, die Apostel ... die grossen und guten Dinge unserer Gesellschaft bestehen immer aus drei, sieben oder zwölf Teilen. Wenn ihr herausfinden wollt, woran das liegt, gebt euch ein bisschen Numerologie (folgt beispielsweise Mike Shiva auf Insta) oder lest über die Urreligionen nach, von denen das Christentum und die anderen grossen Weltreligionen ihre Ideen und Ideale abgeschrieben haben. 

Nun hat sich aber eine Anomalität im Gefuge der heiligen Drei- bis Zwölffaltigkeiten aufgetan: «The Last Sharknado: It’s About Time» ist der sechste und letzte Teil der kultigen Trashfilm-Reihe. Genau wie die Vorgänger ist er stupide und rattert im Sekundentakt Referenzen auf die gesamte Filmgeschichte ab. Und genau wie die Vorgänger ist er perfekt für Trinkspiele mit Film-Nerds oder die Samstag Vormittage, an denen du dich dazu entscheidest, doch nicht mehr zu schlafen und dir gelieferten Food und Netflix reinzuhauen.

Flach, Flacher, am Flachsten

Die Story ist – wie von der Serie gewohnt – dermassen flach und inkongruent, dass du dich beim Schauen fragst, ob du zu clever oder vielleicht doch zu doof für «Sharknado» bist. Die übliche Gang rund um Hauptcharakter Fin (Ian Zierin) reist durch die Zeit, in der Hoffnung, die Sharknados (für Neuzugänge: Tornados mit Haien drin – logisch, oder?) für immer auszurotten. Unterwegs bekämpfen sie Dinosaurier, Roboter, Pistolenhelden … you name it, they kill it.

Trotz der offensichtlichen Flachheit und den Explosionen im iMovie-Stil gibts etwas, das die «Sharknado»-Reihe von all den (Hollywood-)Streifen mit beknackten Handlungsideen abhebt: Der Film ist sich der Blödheit bewusst. Und weil es ziemlich viel Spass macht, ab und an etwas doof zu sein, glänzt er auch mit unzähligen Gastauftritten: Von Neil deGrasse Tyson über Alaska (die von RuPaul) bis zu The Offspring oder Twisted Sister. «The Last Sharknado» ist ein kollektives Herumblödeln vieler Hollywood-Sternchen – und schon alleine deshalb sehenswert.

Parodie auf restliches Kino

Während die «Sharknado»-Filme den verkaterten Köpfen von dir und deinen Freunden genau die richtige Prise Seichtheit liefert, erinnern sie vielleicht auch die Filmbranche daran, dass tausende Explosionen, absurde Zeitreise-Ideen und minütliche Harter-Macker-Flachwitze eigentlich ziemlich dämlich sind.

In dem Sinne: Falls sich dein Kopf derzeit ein bisschen matschig anfühlt von den vergangenen Tagen – bestell dir eine Pizza und versuche, alle «Sharknado»-Filme am Stück zu sehen. Danach fühlst du dich garantiert ein bisschen besser im Kopf.

Den letzten (wobei: Die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht legen die Macher nochmals nach) «Sharknado»-Teil gibts hier zu sehen.


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4 Kommentare

Sharknado vor 3 Monate
Als grosser Fan von Trashfilmen mit Haien stand der erste Sharknado natürlich damals auch auf dem Programm. Mit Sharknado und Z Nation hat The Asylum bewiesen, dass sie nicht nur billigst kopieren können, sondern aus Trash richtig Cash. Teil 2-6 wurden natürlich jeweils bei der deutschen TV-Premiere direkr angesehen und ich liebe diese Einfachheit! Kein überladenes CGI, keine Möchtegernklugen Sprüche und eine so simple Story, dass man ihr immer folgen kann. Zudem kein langer Anfang, man wird praktisch direkt in die Handlung katapultiert. Motorsäge an. Lasst uns Haie töten!
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Herr der Heeren vor 3 Monate
Zar Gembaron wird gewinnen. Die Zeit der Zaren kommt. Galimbexo!
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Pepe vor 3 Monate
Ich liebe solche Trash Filme. Besser als der neue Mist der die ganze Zeit SJW, Feminismus und Marxismuspropaganda verbreten will.
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De mike vor 3 Monate
Folgt Mike Shiva nicht auf sozialen Medien! Lasst euch nicht austricksen.
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