«Ich warte seit 28 Jahren auf eine Beziehung»

Im Durchschnitt haben Schweizer Jugendliche das erste Mal mit 17 Jahren Sex. Wir haben einen 28-jährigen Zürcher besucht, dessen Liebesleben völlig aus dem Rahmen fällt.

Eine grosse Studie der Unispitäler Zürich und Lausanne ergab kürzlich, dass Schweizer Jugendliche heute im Schnitt mit knapp 17 Jahren ihr erstes Mal erleben. Ganze 95 Prozent der Befragten (zwischen 24 und 26 Jahren) hatten in ihrem bisherigen Leben mindestens eine feste Beziehung.

Thomas aus Zürich gehört zu den bekannten Ausnahmen, die gewisse Regeln bestätigen. Der 28-Jährige Journalist hatte bisher noch keine feste Beziehung und auch sexuell ist der junge Mann ein unbeschriebenes, reines, weisses Blatt. Bis auf ein paar kurze Techtelmechtel, in denen es aber nicht zum Äussersten kam, hat er noch keine romantischen Erfahrungen vorzuweisen.

Gemeinsame Momente fehlen am meisten

«Es gibt Situationen, in denen ich gerne eine Freundin hätte. Etwa, wenn meine Mitbewohner beide Besuch von ihren Freundinnen haben und ich alleine im Zimmer sitze», erzählt Thomas offen. Während ihm natürlich auch das Körperliche fehlt, seien es vor allem die zwischenmenschlichen Verbindungen und das teilen von gemeinsamen schönen Momenten, die er vermisse.

Mit seiner Unerfahrenheit geht Thomas sehr offen um – was in einer Gesellschaft, in der es für Männer als besonders erstrebenswert gilt, möglichst oft «einen wegzustecken», echten Seltenheitswert hat.

Nur nicht zu weit gehen

Der sportliche Hobby-Saxophonist ist aber alles andere, als ein stereotypischer Hetero-Mann. Jegliche Spuren von Macho-Attitüde sucht man bei ihm vergebens. Stattdessen ist er sehr sensibel, mitfühlend und ganz nebenbei macht er ganz wunderbaren Kuchen.

Warum es noch nie mit einer Beziehung geklappt hat? Da steht dem Gentleman wohl seine Schüchternheit im Weg. Er traut sich nicht, den ersten Schritt zu machen. «Ich habe oft das Gefühl, vielleicht zu weit zu gehen», gesteht er. Deswegen übt er sich in Zurückhaltung und überlässt den Frauen das Ruder.

28 Jahre gewartet

«Manchmal frage ich mich schon, was mit mir nicht stimmt. Oder was ich falsch mache. Es könnte sein, dass ich zu nett bin», sagt er. «Ein Draufgänger bin ich eben nicht. Und das haben Frauen vielleicht schon noch gern.»

Obwohl sich Thomas oft einsam fühlt, scheint er optimistisch. Er ist sich sicher, dass die Richtige eines Tages seinen Weg kreuzen wird: «Wenn sich etwas ergibt, dann ergibt es sich. Ich habe jetzt 28 Jahre lang gewartet. Da kann ich auch noch ein bisschen länger warten.»

Video von Valentina Sproge.


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211 Kommentare

Mel vor 19 Tagen
Kann man den jungen Herren irgendwo antreffen und kennenlernen? 😃
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Julian vor 24 Tagen
Frauen stehen eben auf Arschlöcher die sensiblen und gutmütigen Typen, interessieren sie nicht und so bleiben die oft alleine, der Feminismus will uns westlichen weichgespülten Männer dann noch den letzten Rest Männlichkeit aussagen, während die Frauen mit südländischen Machos schlafen und immer Jammern das es ja keine netten Männer mehr gibt, KRANKE WELT!
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Olivia "Africa Love" Brunner vor 26 Tagen
Schweizer Frauen wollen sich schlussendlich unterordnen, dienen, gebraucht werden (auch im Bett). Ein südländischer Typ mit frechem Maul, faul und egozentrisch nimmt jedes Wochenende eine andere Frau mit heim (mich auch manchmal). Aber die Schweizer Modelle à la Balthasar Glättli sind doch die reine Agonie, was will man damit (Fingerkuppen massieren?). Ich kenne einige linke Feministinnen, die aus dem Urlaub in Afrika, Jamaika oder Kuba eine Macho heimgenommen haben, der sie wie Dreck behandelt - und sie lieben es.
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Antwort von Looks vor 26 Tagen
Es wird so getan, als sei deren Art entscheidend und nicht deren Aussehen: naiv.
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